2021

Eine Spende für unsere Kita

Am 20.01.2021 übergab uns Frau Weigel von der Theresia Apotheke in Geltow eine Zuwendung in Höhe von 1300,00€. Wir möchten uns bei allen Bürgern sowie bei Frau Weigel und ihrem Team für ihr unermessliches Engagement auf das herzlichste bedanken. So viele Kunden der Apotheke bedachten uns und füllten immer wieder den Spendentopf auf. Von dem Erlös werden wir 2 Unterstände für die Kinderfahrzeuge erwerben, damit diese trocken und geschützt stehen können. Nochmals vielen Dank für diese Überraschung.

Carola Kuhl
Leiterin der Kita

2020

Kürbis aus Geltow

Hinter unserer KITA auf dem Feld ist ein langer Gartenstreifen von Familie Fröder eingezäunt, wie freuen wir uns immer auf dem Spaziergang dort Sonnenblumen, Zucchini und Kürbisse wachsen zu sehen. In diesem Jahr waren die Kürbisse besonders groß und prächtig. Da freuten wir uns als Mads`s Papa, uns einen geschenkten Kürbis für die Gruppe brachte, und einen zweiten Riesenkürbis mit der Schubkarre für die Containerkinder. Wir prüften ihn erst mal auf seine Festigkeit und rollten ihn, trommelten und klopften auf ihm, ja wir konnten ihn sogar als Sitzplatz zu zweit benutzen. Was für eine matschige Freude uns sein Innenleben bereitete sieht man wohl eindeutig auf den Fotos.

Schön auf dem Lande, mit solchen Nachbarn groß zu werden. DANKE
Jetzt ist das Feld leer, kein Wunder, am Wochenende ist Halloween.




Straßenspielteppiche für Geltower Kita– Kinder

Bei größter Sommerhitze trugen am Donnerstag, d. 20.08.20 Herr A. und Herr S. Schulze zwei riesige Spielstraßenteppiche in die Geltower Kindertagesstätte „Villa Sonnenschein“ hinein. Die Kinder freuten sich sehr über diese tolle Überraschung und weihten sie sofort mit viel Begeisterung ein. Seitdem herrscht reger Autoverkehr im Baueckenbereich: So manche Feuerwehr rast nun mit großem Einsatz zum Legoturm, lange Staus schieben sich gemächlich quer über die Landstraße und mit dem einen oder anderen Bagger werden eifrig Holzspielsteine zum nächsten Bauvorhaben befördert.

Alle Kinder und Erzieher sagen ganz vielen Dank an Herrn S. und Herrn A. Schulze für dieses schöne Geschenk!




Krisentagebuch

Mein Name ist Carola Kuhl, ich bin Leiterin der Kita „Villa Sonnenschein“ in Geltow. In unserer Einrichtung werden zurzeit ca. 180 Kinder betreut, 50 älteste Kindergartenkinder im Container und ca. 130 Kinder im Alter von 1 – 4 Jahren im Haupthaus. Unsere Küche kocht ca. 400 Portionen, für unsere Kita – Kinder und für unsere Grundschule sowie der dazugehörenden IKB (Hort). Als wir das erste Mal Anfang des Jahres 2020 vom Corona – Virus gehört haben, war er weit weg, in China, und wir dachten, so etwas kommt nicht bis zu uns nach Schwielowsee bzw. nach Geltow. Nach und nach waren immer mehr Länder betroffen und uns wurde klar, das Virus wird auch bis zu uns durchdringen. Ab 09.März wurde in den Medien bereits ziemlich genau erklärt, wie sich das Virus verbreitet, wie sich jeder einzelne schützen kann und was an Materialien, z.B. Hände-und Flächendesinfektion, Seife, Einweg-Handtücher, gebraucht wird. Bis heute warten wir auf die letzte Lieferung Desinfektion und Einweg-Handtücher, Toilettenpapier haben wir gerade noch so erhalten. Meine Kollegen gehen mit dieser Situation äußerst souverän um, keiner verfällt in Panik. Jeder arbeitet strukturiert, hilfsbereit und mit gegenseitiger Unterstützung voll positiver Motivation weiter, ich habe so tolle Kolleginnen und Kollegen. Trotz der offenen und ehrlichen Kommunikation sind Ängste und Befürchtungen der einzelnen Mitarbeiter vorhanden: Werde ich das Virus bekommen? Stecke ich meine Familie an? Bleiben unsere Kinder verschont? Kommt eine Notbetreuung? Zum Wochenende 14./15. März stand es dann fest, auch wir werden in unserer Kita bis auf eine Notbetreuung mit Kinder und Personal herunterfahren müssen. Ich habe an diesem Wochenende in der Kita viele Nachrichten per mail an die Eltern versendet und die eingegangenen Antworten ausgewertet, immer im Kontakt mit den Kollegen in der Gemeinde. Am 16.März gab es dann in der Gemeinde eine Krisensitzung und damit die Gewissheit, ab Mittwoch, 18.März, wird es die Notbetreuung geben. Viele organisatorische Dinge mussten abgesprochen werden, z.B. Dienstzeiten der Mitarbeiter, welche Eltern hatten einen Anspruch auf Notbetreuung, die Verpflegung für die Kinder musste umorganisiert werden – es ist schon ein Unterschied für 400 Kinder zu kochen oder für ca. 50 Kinder in der Notbetreuung. Zeitgleich konnten wir unsere Reinigungsfirma für eine Grundreinigung im Container und im Haupthaus gewinnen, denn auch diese Kollegen können nicht gleich springen, wenn es uns gerade passen würde. Die Reinigungsfirma hat jedenfalls zugesagt und so begannen meine Kolleginnen vom Container ab Mittwoch, die Räume leer zu räumen. Das hört sich leichter an als es in der Realität war: Tische, Stühle, Schränke, Spielkisten, Turnmöbel, Teppiche, unzählige Kleinmaterialien. Hinzu kommt, dass die Frauen es ohne männliche Unterstützung geschafft haben (unser Hausmeister Sebastian ist nur montags und donnerstags in unserer Einrichtung) und wir haben keinen Abstellraum. All die Sachen und Möbel wurden in die Garderobe der Kinder geräumt. Nur mit Möbel herausräumen ist diese Sache jedoch nicht getan, sie haben sämtliche Materialien durchsortiert, z.B. die Werkecke mit Bretter, Holz, Werkzeuge, der Kreativbereich mit unzähligen verschiedenen Farben, Pinsel, Blätter, Scheren, Knete, Behältnisse für Materialien, der Baubereich mit Kisten mit Holzbausteinen, Lego-und Duplosteinen, Rollen, Fahrzeuge, Tiere, Figuren, Eisenbahnen samt Zubehör, Puppenecke mit Küche, Schränke, Puppen und natürlich Puppensachen, Verkaufsladen, der gesamte Bücherbereich, der Bewegungsraum für Musik und Sport – um einen kleinen Einblick in solch eine Aufräumaktion zu geben. Unsere Waschmaschine stellte einen Weltrekord im Waschen über mehrere Tage auf, es war nicht nur Bettwäsche sondern auch diverses Spielzeug, was wieder sauber werden sollte. Und wie Frauen so sind wurden auch gleich noch die Wände geschrubbt, die Schränke ausgewischt oder alle Fenster geputzt. Die Reinigungsfirma hat im Container die Fußböden wieder toll hinbekommen, sie sehen nach der Versiegelung wie neu aus. Nun ging es wieder ans Einräumen und nochmaliges Aussortieren von Spielzeug oder Materialien. Nun war das Haupthaus an der Reihe. Wir mussten etagenweise die Räume leer räumen und dabei gut überlegen, wo wir die Kinder betreuen können. Zeitweise hieß das auch für unsere großen Kinder, ab in die Krippenräume. Für die Kinder war das jedoch kein Problem, Spielmöglichkeiten gibt es überall. Und jeden Tag ging es wie sonst auch raus an die frische Luft, am Vormittag und am Nachmittag. Bei der Aufräumaktion wurden viele Säcke mit ausrangierten Materialien gefüllt, unvollständige Puzzle, Spielzeug, was nicht mehr ganz in Ordnung war und vieles mehr. Nun sind die Fußböden auch im Hauptbaus auch wieder blitz blank und sehen aus wie neu. Die Räume sind eingeräumt und warten auf die Kinder. Meine Kollegen und Kolleginnen waren super fleißig, vielen Dank an Euch!!!!! Jetzt in der Notbetreuung sind natürlich nicht alle Mitarbeiter in der Kita, die Kollegen, die unter die Risikogruppe fallen, sind von der Arbeit freigestellt. Die anderen Kollegen werden wechselnd für den Kinderdienst eingeteilt. Das bedeutet aber nicht, dass die Kollegen, die zu Hause sind, nichts tun. Unter Beachtung des Datenschutzes erledigen sie viele schriftlichen Aufgaben, z.B. am Portfolio der Kinder oder arbeiten an den Entwicklungstabellen der Kinder. Beides stellt die Grundlage für die Entwicklungsgespräche mit den Eltern dar. Auch die Kollegen, die in der Kita sind, arbeiten nicht alle am Kind, es werden die beschriebenen Aufgaben weiter bearbeitet und in die Portfolios der Kinder eingepflegt. Auch unsere Küche möchte ich nicht vergessen zu erwähnen. Unsere Köche haben in dieser Zeit nicht nur die Kinder mit dem Essen verwöhnt, auch für die Mitarbeiter war die eine oder andere Leckerei dabei, und wie wir alle wissen: Essen hält Leib und Seele zusammen und macht gute Laune. Bei all den organisatorischen Fragen war und ist immer die Sorge da, hoffentlich steckt sich kein Kind und kein Mitarbeiter mit dem Virus an. Ich weiß, dass es für viele Eltern nicht einfach ist, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, wenn vielleicht beide Elternteile Homeoffice haben und die Kinder trotzdem ihr Recht auf Zuwendung fordern, wenn die geliebten Spielplätze gesperrt sind und sich die Kinder untereinander nicht verabreden dürfen. Auch ich habe Kolleginnen, die gleichzeitig Mütter sind und auch überlegen mussten, wie sie ihr Kind betreuen können, hier ist unser Träger, die Gemeinde Schwielowsee, sehr großzügig und absolut familienfreundlich, sie durften ihre Kinder mitbringen. Nun steht das Osterfest vor der Tür und damit für viele Kinder die bange Frage: Kommt der Osterhase trotzdem??? Liebe Kinder, ich denke, der Osterhase kommt trotzdem und wird auch in dieser schwierigen Zeit kein Kind vergessen. Wie wird es bei uns weitergehen, wird die Schließung der Kita und damit Notbetreuung einiger Kinder weiterhin andauern??? Ich weiß es nicht, keiner kann das vorhersagen. Wir werden abwarten müssen und hoffen, dass sich die Zahl der infizierten Personen verringert und überall, in jeden Bereich, wieder Normalität eintritt. Ab Montag, 20.04.2020, sollen Kita, Schule und IKB wieder für alle Kinder geöffnet haben, wir werden sehen, ob es dabei bleibt oder die Notbetreuung weiter verlängert wird. Ich wünsche allen Kindern mit ihren Familien, all meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen Menschen ein schönes Osterfest und: Bleiben Sie gesund.

Carola Kuhl